Widerwille


Widerwille

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Wi|der|wil|le ['vi:dɐvɪlə], der; -ns:
heftige Abneigung:
er hat einen Widerwillen gegen fettes Fleisch; sie hegt einen Widerwillen gegen ungepflegte Männer; versuch, deinen Widerwillen zu unterdrücken.
Syn.: Abscheu, Antipathie (bildungsspr.), Aversion (geh.), Ekel.

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Wi|der|wil|le 〈m. 26Ekel, Abscheu, starke Abneigung ● seine schmeichlerische Art erregt meinen \Widerwillen; dieser Geruch weckt \Widerwillen (in mir); einen \Widerwillen gegen eine Speise haben; etwas nur mit \Widerwillen essen, tun; mit \Widerwillen an eine Arbeit, Sache herangehen [<frühnhd., spätmhd. widerwille „Auflehnung, Ungemach, Widersetzlichkeit, Abscheu“; zu mhd. willen „Brechreiz empfinden“]

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Wi|der|wil|le, der; -ns, (selten:) Wi|der|wil|len, der; -s [mhd. widerwille = Ungemach, Widersetzlichkeit]:
Gefühl des Angewidertseins; heftige Abneigung:
ein physischer Widerwille stieg in ihr auf;
Widerwillen [bei etw.] empfinden, gegen jmdn., etw. haben, hegen;
seinen Widerwillen unterdrücken;
etw. erregt, weckt jmds. Widerwillen;
etw. nur mit Widerwillen essen, tun können.

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Wi|der|wil|le, der; -ns, (seltener:) Wi|der|wil|len, der; -s [mhd. widerwille = Ungemach, Widersetzlichkeit]: Gefühl des Angewidertseins; heftige Abneigung: ein physischer W. stieg in ihr auf; Ein körperlicher Widerwille macht sich gegen die krankhaft anmutenden Ausschweifungen der Seele bemerkbar (Stern, Mann 374); Der Widerwillen, mit dem Helga jede Mahlzeit betrachtet hatte, war verschwunden (Danella, Hotel 141); Widerwillen [bei etw.] empfinden, gegen jmdn., etw. haben, hegen; seinen Widerwillen unterdrücken; etw. erregt, weckt jmds. Widerwillen; Ich überwand meinen Widerwillen, kniete nieder bei den Toten (Heym, Heimsuchung 171); etw. nur mit Widerwillen essen, tun können; Er wird früher oder später von Unmut und Zorn, ja auch von Abscheu und Widerwillen befallen (Reich-Ranicki, Th. Mann 257).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Widerwille — Widerwille, das Gefühl, welches den lebhaften Wunsch in uns rege macht einen Gegenstand od. eine Beschäftigung zu vermeiden u. von uns entfernt zu halten …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Widerwille — (Abneigung), s. Antipathie …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Widerwille — 1. ↑Antipathie, ↑Aversion, ↑Degout, ↑Horror, 2. Fastidium …   Das große Fremdwörterbuch

  • Widerwille — Abneigung, Abscheu, Ekel, Horror, Unlust; (geh.): Degout; (bildungsspr.): Antipathie, Aversion, Ressentiment; (schweiz. veraltend): Aberwille; (Psychol.): Idiosynkrasie. * * * Widerwille,der:Ekel·Abscheu·Ekelgefühl·Degout;Idiosynkrasie(Psych)+Sche… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Widerwille — der Widerwille (Oberstufe) Gefühl einer heftigen Abneigung Synonyme: Abscheu, Antipathie (geh.), Aversion (geh.), Ressentiment (geh.) Beispiel: Zu den Begleiterscheinungen der Migräne gehören Übelkeit, Erbrechen und Widerwille gegen… …   Extremes Deutsch

  • Widerwille — Wi̲·der·wil·le der; nur Sg; eine starke Abneigung <einen (ausgesprochenen) Widerwillen gegen etwas haben, empfinden> || NB: der Widerwille; den, dem Widerwillen, des Widerwillens …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Widerwille — widerwärtig, Widerwille, widerwillig ↑ wider …   Das Herkunftswörterbuch

  • Widerwille — Widderwelle (der) …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • Widerwille — Wi|der|wil|le , selten Wi|der|wil|len …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Widerwille, der — Der Wíderwille, des ns, plur. car. hoher Grad der Abneigung, Begierde, eine Vorstellung und Empfindung zu hindern, da es denn mehr ist, als Abneigung, und weniger, als Abscheu und Ekel. Einen Widerwillen gegen etwas haben, eine starke Abneigung.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart